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Reisebericht Toskana Reise

Es war noch mitten in der Nacht, als wir in unser voll beladenes Auto einstiegen und uns auf den Weg gen Bella Italia zum Beginn unserer Toskana Reise machten. Von München ging es über fast leere Autobahnen durch Österreich über den Brenner hinunter in die Poebene. Nach einer guten Stunde norditalienischer Industrielandschaft gelangten wir nun endlich in die grünen Hügel der Toskana. Weinberge, Olivenhaine und Zypressen prägten ab jetzt das Bild, so wie man sich Italien eigentlich vorstellt. Spontan entschieden mein Freund und ich uns dazu, Florenz zu unserem ersten Ziel zu machen.

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Einer Irrfahrt durch verwinkelte italienische Gässchen folgte ein wahrer Glückstreffer: hoch oben über der Stadt fanden wir den Campingplatz „Michelangelo“. Von hier aus kann man einen Panoramablick über die malerische Altstadt von Florenz genießen, sobald man aus dem Zelt kroch. Neben der Anlage befindet sich eine große Aussichtsplattform mit einer Kolossalkopie der Davidstatue Michelangelos. An dieser vorbei, durch die zahllosen japanischen Hochzeitsgesellschaften hindurch, begannen wir den Abstieg über gewundene Treppchen hinunter zum Fluss Arno. In der einen Minute noch die Stadtsilhouette im Blick waren wir wenige Schritte später im Gewirr der kleinen Gässchen verloren.

Als sich dann plötzlich nach einer letzten Kurve ein schmucker Platz vor uns auftat, reihte sich eine Renaissance-Sehenswürdigkeit an die nächste: Der gigantische Dom von Florenz, Santa Maria del Fiore, mit seiner ausgelagerten Taufkapelle, in der mit Sicherheit noch eine ganze Kirche Platz finden würde, gilt als das bedeutendste Bauwerk der Renaissance.

Auf der zentralen Piazza della Signoria befinden sich der Neptunbrunnen, der Palazzo Vecchio sowie die Loggia dei Lanzi, eine Art Freilichtmuseum für Statuen und Skulpturen.

Die Möglichkeit in die berühmten Uffizien zu gehen und dort die zahlreichen Gemälde zu bewundern, haben wir ungenutzt verstreichen lassen, da die Schlange der wartenden Touristen mindestens ebenso lang war wie die Liste der ausgestellten Meisterwerke. Abseits der Touristenattraktionen fanden wir schließlich eine kleine Osteria, in der man gut und günstig essen konnte.

Nachdem wir beide unsere Pasta und einen geschichtsträchtigen Tag voller Medicis, Dante oder Michelangelo, verdaut hatten, sind wir durch den strömenden Regen zurück zu unserem Zelt geflüchtet. Gott sei Dank verdient anscheinend die Hälfte der Florentiner ihr Einkommen mit dem Verkauf von Regenschirmen an Touristen…

Da uns am nächsten Morgen die Sonne anlachte, entschieden wir uns zu einer Wanderung in die umliegenden Hügel, quasi ein Kontrastprogramm zum gestrigen Kulturmarathon. Doch auch hier sollte uns die Bauwut der alten florentinischen Adelsgeschlechter bald einholen. Während wir im einen Moment noch in einer überwucherten alten Festungsruine wandelten, begrüßte uns hinter der nächsten Oleanderhecke schon eine ganze Horde von Marmorstatuen. Wir waren auf dem alten Friedhof von Florenz gelandet. Auf vielen übereinander geschachtelten Etagen standen hier Mausoleen, Familiengräber und kleine Kapellen. Als wir schließlich aufbrachen, waren wir uns einig, dass in Florenz sogar der Tod höchsten künstlerischen Ansprüchen genügen muss.

Unsere anschließende Fahrt durch die hügelige Landschaft hätte Vorlage für jede klischeehafte Werbebroschüre für eine Toskana Reise sein können: prächtige Herrenhäuser in der strahlenden italienischen Sonne. Nach der klammen und feuchten Nacht im Zelt, wollten wir uns etwas mehr Luxus gönnen. Da wir außerhalb der Feriensaison unterwegs waren versuchten wir unser Glück bei einigen der familienbetriebenen „Agricultura“, alte Gutshöfe, die neben einem eigenen Landwirtschaftsbetrieb gemütliche Unterkünfte wie Zimmer oder ab und zu auch ein Ferienhaus in der Toskana anbieten.

Auf San Marcello mieteten wir für einige Tage eine wunderbar rustikale, geräumige Ferienwohnung inmitten der hauseigenen Weinberge mit weitläufigen Wiesen und sogar einem eigenen Pool – und das zu einem auch für Studenten bezahlbaren Preis. Hier genossen wir ausgiebige Spaziergänge und gemütliche Abende mit einem guten Tropfen San Marcello-Rotwein. In den nächsten Tagen nutzten wir die Nähe zu Siena für einen Tagesausflug ins Mittelalter.

Nur wenige Kilometer, aber mehrere hundert Jahre trennen Florenz und Siena. Siena war für uns nach wenigen Augenblicken die Rote Stadt, da sämtliche Häuser, Kirche und Mauern aus rotem Stein gebaut sind. Davon hob sich die weiß-grüne Kathedrale kontrastreich ab. So gern wir auch das Innere gesehen hätten, war uns der Eintritt dann doch zu teuer. Jedes der Stadtviertel hatte hier ein eigenes kunstvolles Wappen, das auf zahlreichen Fahnen stolz zur Schau geboten wurde, denn einmal im Jahr konkurrieren sie in einem Pferderennen durch die schmalen Gassen von Siena. Ironischerweise fanden sich auf den Wappen auch Hochgeschwindigkeitstiere wie unser Favorit: die Schildkröte.

Nächste Station war San Gimignano, die Stadt der Geschlechtertürme. Diese haben ihre eigene Geschichte: jede der ansässigen Familien hatte einst versucht, das höchste Gebäude der Stadt zu errichten, so dass heute 13 Türme unterschiedlich hoch hinausragen und von der Protzerei ihrer Erbauer zeugen. Der Charme des Mittelalters war auch hier noch überall zu spüren. An einem urigen Brunnen genossen wir köstliches Eis und kürten unseren persönlichen Siegerturm. Nach dieser stimmungsvollen Zeit in der Toskana machten wir uns auf den Rückweg. Diesen versüßten wir uns mit einem Abstecher nach Pisa.

Nach einer Nacht auf einem Campingplatz am Meer und einem Abendessen am Strand stand schließlich Pisa vor uns. Hauptattraktion ist natürlich der Campanile, besser bekannt als „Schiefer Turm“, auf dem Platz der Wunder. Hier konnten wir zudem auch den Dom und das dazugehörige Baptisterium bewundern. Nicht weniger sehenswert sind allerdings die Scharen von Touristen, die sich auf der Wiese vor dem berühmten Bauwerk krümmen und biegen, um ein Foto zu bekommen, auf dem sie scheinbar den Turm stützen.

Natürlich sind wir auch noch zum Platz der Ritter, der Piazza dei Cavalieri, spaziert. Hier reihen sich eindrucksvolle Bauwerke aus der Zeit der Medici aneinander. Leider blieb uns in Pisa nicht viel mehr Zeit für die weiteren Sehenswürdigkeiten, denn unser Urlaub neigte sich langsam dem Ende zu.

 An dieser Stelle wollen wir allen Autoreisenden vom Versuch abraten, die Autobahnmaut zu sparen: wir verbrachten viel Zeit auf Landstraßen im gebirgigen Apennin, die auf der Karte viel kürzer aussehen, als sie es tatsächlich sind …

Reisebericht Toskana von Sabrina